
Große Bestürzung löste bei mir die Nachricht aus, dass der bekannte Fachjournalist Michael Meinhold nach kurzer, heimtückischer Krankheit am 4. Januar 2009 im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Damit verliert die Eisenbahnszene einen grossartigen Autor, der durch seine Sachkenntnis gepaart mit einer gehörigen Portion Humor sich von vielen Kollegen der einschlägigen Schreiberzunft abhob. Ich lernte „MM“, wie er branchenintern nur genannt wurde, als Chefredakteur der Fachzeitschrift „Bahn & Modell“ kennen. Uns verband die Leidenschaft für die Eisenbahn. Wobei ich mich damals noch nicht so sehr für die Modellbahn interessierte. Unsere Wege kreuzten sich auch nach Einstellung von „Bahn & Modell“. Denn seitdem machte sich MM als freiberuflicher Journalist und Autor für verschiedene Fachzeitschriften einen Namen und war bei so manchem Branchentreff ein gern gesehener Gast. Er hat Maßstäbe gesetzt und wird uns allen fehlen.
Im Dachauer Hinterland trifft sich seit vielen Jahren regelmäßig ein rühriger Modelleisenbahner-Stammtisch. Einmal im Jahr veranstaltet er in einem 90 qm großen Saal einen öffentlichen Fahrtag in Spur 1. Dort kamen auf ca. 120 Meter Gleis über 30 Lokomotiven und fast 100 Personen- und Güterwagen der verschiedensten Hersteller zusammen. Der Maßstab 1:32 wird allgemein hin auch als „Königsklasse“ der Modellbahnspuren bezeichnet. Viele Modellbahnfreunde dieser großen Spur haben zu Hause keine Möglichkeit zum Fahren und nutzen solche Gelegenheiten gerne, ihre Maschinen mal auf langer Strecke unter Last zu testen. Und so ist auf so einem Fahrtag auch fast alles an Schienenfahrzeugmodellen im Einsatz: Krokodile und Dampfrösser vor Güterzügen, Personenzüge wie den historischen Rheingold aber auch amerikanische Großdieselloks.