Impressionen von der 16. Internationalen Modellstraßenbahnausstellung in München

Vom 8. bis 9. Juni fand im MVG Museum in München die Ausstellung „Kleine Bahn ganz groß“ statt. 34 Straßenbahn-Modellbahnanlagen aus dem In- und Ausland waren zu bewundern. Wir haben uns die schönsten und interessantesten herausgesucht und werden diese demnächst in einer Folge der Modellbahn Umschau auf Bahnwelt TV zeigen. Die Fotos mit Bildunterschrift lassen sich angeklickt vergrößert betrachten.

Vom Brocken in die Auvergne bis zu den Rockys

In der neuen Folge der MODELLBAHN UMSCHAU werden in 30 Minuten sieben vorbildliche Modellbahnanlagen vorgestellt, die wir 2017 auf der Messe DIE MODELLBAHN im Münchner M.O.C. entdeckt haben. Darunter das Brocken-Modul der BSW-Gruppe „Harzquer- und Brockenbahn, Wernigerode“. Sie haben im Maßstab 1:87 die Brockenkuppe wie sie um 1943 ausgesehen hat nachgebaut, mit dem Bahnhof „Brocken“, dem Brockenhaus und dem großen Brockenturm.
Dieter Frisch zeigte in H0f seine „Trümmerbahn“ aus Berlin. Er hat Teile des im 2. Weltkrieg zerstörten Berlins authentisch nachgebildet. Kleine Lorenbahnen ziehen hier unermüdlich ihre Kreise und bringen den Schutt zur Schiffsverladung an die Spree.
Michael Gruner präsentierte seine in Kanada spielende TT-Anlage. Auf ihr werden Strecken durch die Rocky Mountains inklusive Ausweichstelle mit Überholgleis vor dem Connaugth Tunnel der Canadian Pacific dargestellt. Hier fahren lange Holz- und Kohlezüge sowie doppelstöckige Containerganzzüge.
Der Club Ferroviaire des France-Comté brachte seine H0-Anlage „La Maurienne“ nach München. Der dargestellte Abschnitt ist ein Teil der internationalen Linie, die von Frankreich durch den Tunnel von Mont Cenis nach Italien führt. Von 1929 bis 1976 war diese wichtige Hauptstrecke durch eine dritte Seitenschiene mit Gleichstrom elektrifiziert. Bahnanlagen und Züge sind alle dem großen Vorbild authentisch nachgebildet. Die 43. Folge ist seit heute hier auf Bahnwelt TV zu sehen.

Mit Dampf ins Montafon

In diesem Film wird eine landschaftlich reizvolle Alpenbahn im schönen Vorarlberg vorgestellt. Die Rede ist von der Montafonerbahn. Ihre 12 Km lange Stecke beginnt in Bludenz und führt nach Schruns. Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1905 war sie die erste elektrisch betriebene Regelspurbahn im damaligen Österreich-Ungarn. Seit 1970 fährt ins 120 Meter höher gelegene Feriental Montafon auch ein Dampfsonderzug. Zum Einsatz kommt eine Naßdampf-Verbund-Tenderlokomotive des österreichischen Eisenbahnmuseums. Der Beitrag ist seit heute auf Bahnwelt TV zu sehen und startet hier.

1. Plandampfveranstaltung bei der DR

Heute vor 29 Jahren gab es die erste Veranstaltung dieser Art bei der Deutschen Reichsbahn. Der Planbetrieb von Dampflokomotiven auf Regelspur endete bei der DR erst 1988. Nach der Wende bekam der Plandampfgedanke auch in Ostdeutschland Auftrieb. Nur eine kurze Frist blieb, um die geliebten Dampflokomotiven vor planmäßig verkehrenden Zügen letztmalig einsetzen zu können. Die erste Plandampfveranstaltung fand am 15.4.1990 mit 50 3708 vom Bw Halberstadt und dem Zugpaar P 19408-19413 von Halberstadt nach Thale statt. In Erinnerung an diesen Jahrestag empfehle ich den Film „Plandampf im Erzgebirge“ aus dem Jahr 1992 im damals noch vorhandenen DR-Ambiente, wo Reichsbahn-Dampflokomotiven der Reihen 38, 50, 58 und 86 vor Planzügen auf Strecken im winterlichen Erzgebirge eingesetzt wurden. Darunter einen 1.000 t-Güterzug von Zwickau nach Aue, gezogen von 50 1849. Das Film startet auf Bahnwelt TV hier.

Mit der Bahn durchs Gartencenter

Preview_SchinzBB

Heute vor 41 Jahren fanden auf der Schinznacher Baumschulbahn im Schweizer Kanton Aargau erstmals öffentliche Fahrten statt. Sie ist die einzige Dampfbahn in der Schweiz mit einer Spurweite von 600 mm! Auf ihr werden Personenzüge von Dampflokomotiven aus aller Welt gezogen. Ihre 3 Kilometer lange Strecke führt durch eine riesige Gärtnerei vorbei an tausenden von verschiedenen Baum- und Pflanzenarten, entlang am Ufer eines Sees und über abenteuerliche Brücken. Das Video startet hier >>

Bahnhof Berlin Ostkreuz

Der Bahnhof Berlin Ostkreuz ist der am stärksten frequentierte Umsteigebahnhof der Eisenbahn in Berlin. Mit der Inbetriebnahme der Ringbahn entstand 1871 im Bereich des späteren Bahnhofs Ostkreuz ein Eisenbahnkreuzungspunkt als Turmbahnhof. Dort kreuzen sich die Schlesische Bahn und die Ostbahn auf der unteren Ebene mit der Berliner Ringbahn auf der oberen Ebene. Das Ostkreuz wurde zwischen 2006 und 2018 bei laufendem Betrieb komplett umgebaut. Nach mehreren Verzögerungen konnte im Dezember 2018 der vollständige Betrieb aufgenommen werden. Während viele Jahrzehnte am Ostkreuz nur S-Bahn-Züge hielten, ist der Bahnhof seit Dezember 2015 auch ein Halt des Regionalverkehrs. Die Fotos lassen sich per Klick vergrößert betrachten.

Die Ammergaubahn

Preview_Ammergaubahn

Heute vor 119 Jahren wurde die Ammergaubahn eröffnet, eine eingleisige Strecke von Murnau nach Oberammergau. Allerdings noch ohne den geplanten Zugbetrieb mit Dreiphasenwechselstrom mit 800 Volt und 40 Hz. Der konnte erst drei Jahre später aufgenommen werden. Weil damals die elektrotechnischen Probleme noch nicht beherrschbar waren, mussten zu den Oberammergauer Passionsspielen 1900 ab 5. April Dampflokomotiven eingesetzt werden. Zu diesem Jahrestag empfehle ich den Film auf Bahnwelt TV, der eine Fahrt von Murnau nach Oberammergau mit Wendezug und E-Lok der BR 141 in den 1990er Jahren zeigt. Der Film startet hier >>