Eine internationale Alpenbahn vor dem Aus?

Sie war eine der herausragenden Touristenattraktionen der Grenzgemeinde Kiefersfelden: Die Wachtlbahn, eine elektrisch betriebene Schmalspurbahn zwischen Kiefersfelden in Deutschland und Wachtl in der Gemeinde Thiersee in Österreich. Die heute von der Südbayerischen Portland-Zementwerk betriebene Schmalspurbahn war die älteste private Schmalspurbahn Europas, die zwischen zwei Ländern verkehrte, um den in Thiersee abgebauten Kalkstein zum Zementwerk in Kiefersfelden zu transportieren. Ab 1991 wurde auf der Strecke von einem Eisenbahnverein mit alten Wendelsteinbahnwagen auch ein sehr beliebter nostalgischer Personenverkehr angeboten. Dank des Endpunkts in Tirol konnte sich die Bahn rühmen, zu den internationalen Zugverbindungen gezählt zu werden. Seit 2017 darf die Strecke aus Sicherheitsgründen nicht mehr befahren werden. Rund 200 000 Euro muss das Zementwerk in die Beseitigung der Sicherheitsmängel investieren, damit der Fahrbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Die Zukunft des Vereins bleibt weiterhin ungewiss. Denn ob nach einer Sanierung auf der Wachtlbahn jemals wieder ein Personenverkehr stattfinden darf ist offen. Den Betrieb vor der Stilllegung zeigt Bahnwelt TV in diesem Film von 1995.


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