Schon die erste Folge der Modellbahn Umschau ist auf ein ziemlich großes Interesse gestoßen. Die Magazinsendung für Modelleisenbahner hat auf Bahnwelt TV die höchsten „Einschaltquoten“. Damit verbunden sind auch eine Menge Zuschauer-fragen, die bei den Redaktionssitzungen natürlich alle besprochen werden. Ich habe für den Eisenbahnfilme-Blog den Redakteur der Modellbahn Umschau, Max Weickmann, dazu antworten lassen. Die am meisten gestellte Frage ist: Warum gibt es von der Modellbahn Umschau nur alle drei Monate eine neue Folge?
M.W.: Wir befinden uns erst im so genannten Pilotjahr. In dem können wir nur vier Folgen für die Modellbahn Umschau produzieren. Stoff und Themen hätten wir genug. Aber zunächst stecken wir nur Geld rein. Allein um kostendeckend zu arbeiten, brauchen wir einen größeren Bekanntheitsgrad und noch mehr Partner.
Warum sind die Folgen der Modellbahn Umschau nur zehn Minuten lang? Viele Zuschauer wollen mehr sehen.
M.W.: Auch hier diktiert wieder die Kostensituation die Vorgaben. Die Sendungen dürfen deshalb nicht so lang sein, weil Webspace auf angemieteten Servern nicht gerade billig ist. Wir bieten hingegen unsere Sendungen für jedermann kostenlos an und wollen noch möglichst viele online stellen, ohne die Bildqualität verschlechtern zu müssen.
Warum zeigt man nicht statt drei kurzer Berichte nur ein Thema und das ausführlicher?
M.W.: Bis auf eine Ausnahme wollen wir in jeder Folge der Modellbahn Umschau mehrere Themen behandeln, um auch dem Titel der Sendung gerecht zu werden und damit möglichst vielen Modellbahnfreunden interessante Inhalte bieten zu können. Schließlich gibt es ja auch mehrere Nenngrößen für dieses Hobby. Die Ausnahme wird die nächste Folge sein, die ausschließlich über die Neuheiten der Nürnberger Spielwarenmesse berichten wird.
Zum Schluss eine Frage, die auch öfters gestellt wurde. Wer verbirgt sich eigentlich hinter der sympathischen Stimme, die den Kommentar in der Modellbahn Umschau spricht. Kann man die auch mal sehen?
M.W.: Sheradin Matz ist eine junge Dame aus dem Medienbereich, die nicht nur akzentfrei spricht, sondern genauso sympathisch ist wie ihre Stimme klingt. Wenn sich die Modellbahn Umschau mal richtig etabliert hat, ist vielleicht auch eine echte Moderation denkbar.
Dann hoffen wir mal auf einen baldigen großen Erfolg.
M.W.: Danke, die Resonanz ist bereits verhältnismäßig groß. Bin schon gespannt auf die der nächsten Folge mit unserem Messespecial.
In diesem Monat stellt
Als wir für die RAI Bozen in Südtirol die einzigartige Lokalbahn auf dem Ritten porträtierten, wären die Dreharbeiten ohne die uneingeschränkte Unterstützung des damaligen Betriebsleiter Peter Kerschbaumer wohl kaum möglich gewesen. Was hat er nicht alles für uns angestellt: Ob Mitfahrten in den historischen Triebwagen, Scheinanfahrten oder Sonderfahrten, vieles davon wurde eigens für die Kamera organisiert. So darf es zum Beispiel nicht verwundern, wenn im Film auf der Fahrt nach Mariahimmelfahrt ein fast menschenleerer Triebwagen zu sehen ist. Der Wagen 12 wurde nur für uns allein bewegt! Dazu gehörten auch Fahrten zu den schönsten Fotostandpunkten der Strecke, an denen wir aus- und wieder zusteigen durften. Das alles natürlich nicht ganz uneigennützig. Denn die Rittnerbahn war „seine“ Bahn! Und diese verstand er auf wundervolle Weise perfekt ins beste Licht zu rücken. Unvergessen auch seine Pausen, die er stets bei einem Cappuccino auf der Terrasse eines Cafés nahe am Bahnhof Oberbozen zu nehmen pflegte. Von dort aus konnte er seine Bahn mit den ankommenden und ausfahrenden Wagen beobachten. Umso überraschender die Nachricht ein halbes Jahr später über seinen plötzlichen Tod bei einem Betriebsunfall durch Stromschlag. Man kann wohl behaupten, dass Peter Kerschbaumer für die Bahn lebte und gestorben ist. Sein Kollege Klaus Kofler wurde sein Nachfolger. Er ist es übrigens, der in dem
Wie wohl jeder Filmschaffende hofft, dass seine Tätigkeit irgendwann einmal Anerkennung findet und ausgezeichnet wird, träume auch ich wohl insgeheim davon. Und eigentlich hätte ich nach gut 20-jähriger künstlerischer Tätigkeit als Kameramann schon längst einen Preis verdient. Vielleicht ist ein langjähriger Wegbegleiter und Eisenbahnfreund auch dieser Meinung gewesen und hat mir aus diesem Beweggrund zum Geburtstag ein originelles Geschenk machen wollen. Er überreichte mir für verdiente Leistungen in diesem Genre eine Oscar-Replika. Und weil er niemanden benachteiligen wollte bekam meine Frau gleich auch einen solchen Oscar – für die „tragende Rolle“ in vielen meiner Dokumentarfilme. Die im wahrsten Sinne des Wortes und verdientermaßen. Denn ohne ihre Mithilfe wäre so manches Projekt einiges schwieriger zu realisieren gewesen. Nun gut, seitdem zieren gleich zwei „Oscar’s“ das Regal mit meiner Eisenbahnfilmsammlung. Wenn schon nicht original, so doch genauso als echte Staubfänger.
Im Dachauer Hinterland trifft sich seit vielen Jahren regelmäßig ein rühriger Modelleisenbahner-Stammtisch. Einmal im Jahr veranstaltet er in einem 90 qm großen Saal einen öffentlichen Fahrtag in Spur 1. Dort kamen auf ca. 120 Meter Gleis über 30 Lokomotiven und fast 100 Personen- und Güterwagen der verschiedensten Hersteller zusammen. Der Maßstab 1:32 wird allgemein hin auch als „Königsklasse“ der Modellbahnspuren bezeichnet. Viele Modellbahnfreunde dieser großen Spur haben zu Hause keine Möglichkeit zum Fahren und nutzen solche Gelegenheiten gerne, ihre Maschinen mal auf langer Strecke unter Last zu testen. Und so ist auf so einem Fahrtag auch fast alles an Schienenfahrzeugmodellen im Einsatz: Krokodile und Dampfrösser vor Güterzügen, Personenzüge wie den historischen Rheingold aber auch amerikanische Großdieselloks.